… im Dienst der lutherischen Kirche Russlands
Beiträge zur Geschichte der evangelisch-lutherischen Kirche Russlands, Band 9
Herausgegeben von Olga Litzenberger
2026, 320 Seiten, mit zahlreichen Abbildungen, kart., EUR 17,–
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Die Lebenserinnerungen des letzten lutherischen Bischofs zur Sowjetzeit Theophil Meyer (1865–1934) stellen ein einzigartiges Dokument dar. Sie beschreiben einen historischen Wandel, geschichtliche Brüche und revolutionäre Umbrüche, die zeitlich von den gesetzten staatskirchlichen Verhältnissen im russischen Zarenreich bis zur religionsfeindlichen stalinistischen Sowjetdiktatur reichen. Sie enden nur einige Jahre vor der vollständigen Auslöschung jeder öffentlichen lutherischen Kirchlichkeit deutschsprachiger Herkunft in der Sowjetunion kurz nach dem Tode Theophil Meyers.
Ergänzt wird der Band durch Abdrucke signifikanter Berichte und Predigten aus dem internationalen Wirken Meyers, außerdem durch einen neu entdeckten Visitationsbericht aus der noch jungen Sowjetunion der 1920er Jahre, der von Moskau über die Ukraine bis nach Georgien und Mittelasien führt.
Diese Publikation entstand in Zusammenarbeit mit dem » Bayerischen Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) und wurde unterstützt mit Mitteln der » Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD).
»Diese Erinnerungen erscheinen nun im 450. Jubiläumsjahr der ersten Gründung einer lutherischen Gemeinde und Kirche in Moskau. Dies geschieht in einer Zeit, in der das Wirken der lutherischen Gemeinden und Kirchen in der beschriebenen Region Osteuropas erneut entweder direkt durch Gewalt und Krieg zerrissen ist oder durch erhebliche politische Spannungen und Ungewissheiten vor großen Herausforderungen steht.
Mögen die Erinnerungen Theophil Meyers ein Zeichen lutherischer Zuversicht des Glaubens selbst unter widrigen Bedingungen sein.«
Michael Hübner im Geleitwort