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Aktuelle Meldung



15.02.2016 - Kategorie: Aktuelles (Startseite)

Pfarrer Klaus Hensel †




In Oberstdorf, wo er seit 1973 lebte, ist Pfarrer i.R. Klaus Hensel am 8. Februar 2016 im Alter von 91 Jahren verstorben. Von 1956 bis 1965 war er Generalsekretär des Martin-Luther-Bundes in Erlangen.



Klaus Hensel † – Bild: Archiv MLB

In seine Amtszeit fiel der Bau des Studentenheims St. Thomas fĂĽr den Martin-Luther-Bund. Das Haus ist zum Winter-Semester 1962/63 bezugsfertig geworden. Es bot damals Platz fĂĽr 31 Studenten. 15 Plätze davon waren fĂĽr Studenten aus Afrika und Asien bestimmt. Hier war von da an im Erdgeschoss auch die Dienstwohnung des Generalsekretärs. Später wurde das Haus immer enger mit dem Auslands- und Diasporatheologenheim verschmolzen.

 

In einem Beitrag von 1958 wandte Hensel sich der Frage zu: »Wie gewinne ich meine Gemeinde fĂĽr die Diaspora-Arbeit?« Er beginnt mit dem Satz: »Alle Diaspora-Pflege und -FĂĽrsorge ist nur dann sinnvoll, wenn sie aus der Liebe der Gemeinden zu ihren Glaubensgenossen in der Zerstreuung erwächst.« Mit diesem Satz ist sein Einsatz fĂĽr unser Werk gut charakterisiert. Auch ĂĽber die aktive Dienstzeit hinaus blieb der Verstorbene dem MLB eng verbunden, kam gerne zu Tagungen und Veranstaltungen und war mit groĂźem Interesse dabei. In WĂĽrdigung seines Dienstes schrieb der damalige Bundesleiter, Landessuperinten­dent J. Schulze DD, 1965: »Der Bund und seine Zweigvereine verdanken Pastor Hensel sehr viel. Unser Werk hat in diesen Jahren gefestigt werden können, weil der Generalsekretär sich dafĂĽr mit voller Ăśberzeugung und groĂźer Tatkraft eingesetzt hat.« In ­einem RĂĽckblick auf die Arbeit des MLB bis 1965 hat Hensel eindrĂĽcklich den kirchlichen Charakter lutherischer Dia­sporahilfe betont. Er hielt die »konfessio­nelle Diaspora-Arbeit« fĂĽr »unaufgebbar«.

 

Klaus Hensel war danach in seiner Hannoverschen Landeskirche ab 1965 Superintendent in Holzminden – in dieser Zeit war er auch zugleich als Geschäftsführer des Hannoverschen MLV ehrenamtlich tätig. Ab 1973 war er Gemeindepfarrer in Oberstdorf im Allgäu, wo er auch im Ruhestand ab 1986 blieb.

 

Wir gedenken seiner in groĂźer Dankbarkeit. Gott lasse ihn seine Herrlichkeit schauen!

Mit seiner Familie wissen wir uns in der Trauer verbunden.

D. Dr. Rudolf Keller
Stellvertretender Präsident des Martin-Luther-Bundes