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Aktuelle Meldung



19.05.2015 - Kategorie: Slowakei

SLOWAKEI: Ein ereignisreiches Wochenende




Gleich drei Termine bewegten die lutherische Gemeinschaft in der Slowakei an dem vergangenen Wochenende: der Jahreskonvent des Westdistrikts der Evangelischen Kirche A.B., das Gedenken an den ersten lutherischen Gottesdienst in Piešťany vor 120 Jahren und schlieĂźlich die Jahresversammlung des »Spolok Martina Luthera«, des slowakischen Mitgliedsvereins des Martin-Luther-Bundes. Generalsekretär Dr. Rainer Stahl berichtet:



Der Chor aus der polnischen Partnergemeinde Ustroń trug stimmgewaltig zum festlichen Rahmen des Gedenkgottesdienstes in Piešťany bei. – Bild: MLB

Am Samstag, dem 16. Mai 2015, im Rahmen des Jahreskonvents des Westdistrikts der Evangelischen Kirche A.B. in der Slowakei in Trenčanske Stankovce, ergaben sich viele herzliche Begegnungen mit Menschen, die mit dem Martin-Luther-Bund gut verbunden sind: zum Beispiel mit Pfarrer Mlynar aus Galanta, Pfarrer Hvožďara aus Vrbovce, Seniorin Dr. Horňanová aus Modra-Kraľová und natĂĽrlich mit Bischof Krivda und seiner Frau. In einem GruĂźwort hat der Generalsekretär auf die Gemeinschaft der Vereine mit dem »Spolok Martina Luthera«, dem slowakischen Martin-Luther-Bund, und auf die UnterstĂĽtzung von vielen Projekten in der Kirche hingewiesen.

 

Am Sonntag, dem 17. Mai 2015, wurde in einem Festgottesdienst auf dem Kurgelände in Piešťany/PöstyĂ©n/Pistyan des ersten evangelischen Gottesdiensten am Ort gedacht, der am 2. Juni 1895 auf Anregung der Prinzessin Paulina von WĂĽrttemberg durchgefĂĽhrt worden war. Bei dem Gottesdienst damals wurde der Grundstock fĂĽr die Finanzierung der späteren evangelisch-lutherischen Kirche gelegt. Der dreistĂĽndige Gottesdienst war besonders geprägt durch die Verwendung von fĂĽnf Sprachen:  Slowakisch, Ungarisch, Tschechisch, Polnisch und Deutsch: Die Predigt hielt Seniorin Dr. Horňanová in der slowakischen Sprache, der Chor aus der Partnergemeinde in Ustroń sang in polnischer Sprache und sein Pfarrer, Piotr Wowry, grĂĽĂźte natĂĽrlich auch in polnischer Sprache, die GruĂźworte aus Tschechien durch Pfarrer Vogl aus der Kirche der Böhmischen BrĂĽder, aus Ă–sterreich durch den Bundesobmann des österreichischen Martin-Luther-Bundes, Pfarrer i.R. Dr. Pál FĂłnyad, und aus Deutschland durch den Generalsekretär brachten das Tschechische, das Ungarische und das Deutsche ein. Ortspfarrer DolinskĂ˝ und Kirchenkurator Dr. Masaryk waren hervorragende Gastgeber. Dr. Stahl betonte, dass der Martin-Luther-Bund als Gemeinschaft seiner Mitgliedsvereine, als anerkanntes Diasporawerk der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands und in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes auch in den kommenden Jahren fĂĽr die Partner in der Diaspora da sein wird.

 

Ab 18 Uhr folgte dann die Jahresversammlung des »Spolok Martina Luthera« in der »Neuen Kirche« in Bratislava. Neben dem Tätigkeitsbericht seines Vorsitzenden, Pfarrer i.R. PeťkovskĂ˝ und den GruĂźworten stand die Präsentation der neuesten Publikation des »Spolok« im Mittelpunkt: Dekan Dozent Dr. Ľubomir Batka, Bratislava, stellte die NeuĂĽbersetzung der 95 Thesen Martin Luthers ins moderne Slowakisch mit ausfĂĽhrlichen wissenschaftlichen Kommentaren vor: »95 VĂ˝povedĂ­ Dr. Martina Luthera. MalĂ˝ spis – veľkĂ© zmeny« [»Die 95 Thesen Dr. Martin Luthers. Kleiner Text – groĂźe Wirkung«]. Herausgegeben wurde der Band durch die »Lutherova společnost«, den Prager Gliedverein des MLB.