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Aktuelle Meldung



29.11.2012 - Kategorie: Litauen

LITAUEN: 15. Christliches Wohltätigkeits-Jugend-Sommer-Lager – »Vanagai 2012«




In diesen Tagen berichtete Pfarrer Liudas Miliauskas über »Vanagai 2012«, das Ju-gendlager der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Litauen, dass in diesem Jahr bereits zum 15. Mal stattgefunden hat. Auf Grund der vielen Unterstützer in Deutschland – auch die Spenderinnen und Spender des Martin-Luther-Bundes beteiligten sich in diesem Jahr wie-der mit 500 EUR –und vor allem in den USA und in Kanada (Gemeindeglieder der litauischen Gemeinden dort) sind in diesem Jahr 95.893 Litas (knapp 28.000 EUR) als Spenden zusammen gekommen. Die Durchführung des Jugendlagers hat ungefähr 2500 weniger gekostet, so dass für »Vanagai 2013« schon ein schöner Betrag zur Verfügung steht. Wir danken allen Förderern und legen Ihnen schon das für den 26. bis 30. Juni 2013 geplante Camp ans Herz.



Alle Angebote wurden begeistert genutzt. – Bild: ELKL

Der »Kerzen-Gottesdienst« – ein Abendmahlsgottesdienst erleuchtet von Hunderten von Ker-zen – hat schon Tradition in Vanagai. – Bild: ELKL

Die Veranstalter nennen ihr Jugendlager »Charity Youth Summer Camp« – »Wohltätigkeits-Jugend-Sommer-Lager«, weil für sie Teilnehmende aus kleinen Dörfern und armen Familien Priorität haben. Deshalb gibt es keinen festen Teilnehmerbeitrag – nur freie Spenden werden erbeten. Teenager aus armen oder großen Familien oder auch Waise nehmen an dem Lager gratis teil. Deshalb sind die Förderungen von außen so wichtig.

Pfarrer Liudas Miliauskas, der in der litauischen Gemeinde in Chicago Dienst tut, hat uns geschrieben:

»Es wirkt auf mich, als wäre es gestern gewesen, als im Juni 1998 das Christliche Wohltätigkeits-Jugend-Sommer-Lager ›Vanagai‹ gegründet wurde. Damals wusste ich wohl noch nicht, was ich tat, und hatte keine Vorstellung davon, wie diese Jugend-Arbeit wachsen und so viele Herzen berühren wird. 1998 wurde ich Diakon, in diesem Jahr konnte ich das zehnte Jubiläum meiner Ordination (2002) feiern. In der Rückschau sage ich ›Ehre sei Gott‹, dass dieses Lager Hunderten von denen dienen konnte, die sonst auf derselben Straße wie ihre Eltern geblieben wären, die durch die ›sowjetische Schule‹ gegangen sind …

Dieses Jahr haben wir den 15. Jahrestag dieses Dienstes gefeiert. Wieder sind über 500 Jugendliche aus dem ganzen Land zusammengekommen. Bedingt durch die Begrenzungen der Möglichkeiten in Vanagai wurde Teenagern aus kleinen Dörfern und von armen Familien Priorität gegeben. Die Teilnehmenden waren zwischen 13 und 18 Jahre alt. Viele jener Jugendlichen wussten nicht viel über Glauben oder Spiritualität, weshalb das Lager für sie zu einem lebensverändernden Erlebnis geworden ist.

Die Mehrheit der Teilnehmenden hat das ganze Jahr über auf das Lager gewartet. Einige warteten besonders darauf, endlich alt genug zu werden, um selber auch Mitarbeitende und Leitende in dieser Mission zu werden. Alle Leitenden und Mitarbeitenden waren früher selbst Teilnehmende. Sie sind die Früchte dieser Mission und die Boten dieser Mission im Kreis ihrer Freunde.

Lagerteilnehmende aus sehr armen Familien und Waise haben keinen Teilnehmerbeitrag gezahlt. Alle, die dies können, wurden nur um freiwillige Spenden gebeten. Deshalb hängt die Zukunft dieser Lagerveranstaltung von den Spendern ab (Einzelpersonen und Organisationen, wie den Martin-Luther-Bund). Nur neun bis zehn Prozent des gesamten Budgets werden durch die Spenden der Teilnehmenden aufgebracht.

Den Eröffnungsgottesdienst am 27. Juni leitete der Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Litauen, Mindaugas Sabutis. Neben einer Anzahl von litauischen Pfarrern war diesmal aus Deutschland Pfarrer Frank Erichsmeier gekommen. Das geistliche Thema des Lagers lautete in diesem Jahr:

›Taufe, Gemeinschaft, Buße und Absolution im Leben eines Christen‹.

Jeden Vormittag gab es zwei Vortragseinheiten, in denen die Vortragenden etwa eine halbe Stunde lang ihre Gedanken vortrugen. Dann sind die Teilnehmenden in Arbeitsgruppen auseinander gegangen.

An den Nachmittagen standen verschiedene Aktivitäten im Zentrum: Singen, Tanzen, Theater spielen, Malen, Journalismus, Musik, Photographie usw. Natürlich wurde eine Reihe von sportlichen Aktivitäten angeboten: Basketball, Fußball, Volleyball usw. Am letzten Abend konnten alle ein wunderbares Feuerwerk miterleben, das ein Förderer finanziert hat.

Jeden Tag gab es einen Morgengottesdienst und einen Abendgottesdienst. Die Abendgottesdienste wurden mit Konzerten verschiedener Künstler verbunden. Samstag Nacht, um Mitternacht, war unser traditioneller ›Kerzen-Gottesdienst‹ mit Heiligem Abendmahl. Die Kirche wurde von Hunderten von Kerzen erleuchtet und in ein großartiges Licht getaucht …

Diese Veranstaltung bringt immer mehr Jugendliche näher an Gottes Wort und den Glauben heran. Teenager sind gern Teil von etwas ›Großem‹, weshalb sie in einem Ereignis wie diesem offener werden und die Chance besteht, ihre Herzen mit dem Evangelium Christi zu erreichen. Nach dem Camp werden die jungen Teilnehmenden aktiver im Leben ihrer Kirchengemeinde und in der Kirche allgemein. Sie halten die Verbindung miteinander über das Internet, planen freie Zeit zusammen – und warten auf das nächste Jugendlager in Vanagai!«