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Aktuelle Meldung



21.12.2011 - Kategorie: Konfirmandengabe, Rumänien

KG 2011/RUMĂ„NIEN: Ein Dank aus Alba Iulia




In diesem Jahr hat der Martin-Luther-Bund die Konfirmandengabe für das Sozialprojekt des Vereins »Diakonia« in Alba Julia/Karlsburg in Rumänien erbeten. Dort werden unter Leitung von Pfarrer Gerhard Wagner behinderte Jugendliche in vielfältiger Weise betreut. Viele Konfirmandengruppen haben diese wichtige Arbeit mit ihrer Spende unterstützt. Dafür hat jetzt Pfarrer Wagner aus Alba Julia den folgenden Dankbrief an uns gesendet:



Unser Weihnachtsgottesdienst im letzten Jahr – Foto: Wagner

»Liebe Konfirmandinnen und Konfirmanden,

 

schon im Juli teilte mir der Generalsekretär des Martin-Luther-Bundes, Pfarrer Dr. Rainer Stahl, mit, dass die heurige Konfirmandengabe, die unserem Diakonieverein zugedacht ist, besonders groĂźzĂĽgig gewesen ist: 4100 EUR. DarĂĽber haben wir uns alle sehr gefreut. Inzwischen geht das fĂĽr uns sehr ereignisreiche Jahr dem Ende zu und wir können dankbar RĂĽckschau halten.

 

Mit unseren fünfzig geistig behinderten Schutzbefohlenen konnten wir ganz viel unternehmen, wobei sich eine erfreuliche Entwicklung anbahnt, nämlich die thematische Zusammenarbeit mit anderen Behinderteneinrichtungen. Wir konnten auf diese Weise unsere Heimbewohner an Veranstaltungen teilnehmen lassen, die nicht wir selber planen und organisieren mussten, was natürlich viel günstiger und für die Beteiligten auch viel aufregender und erlebnisreicher war. Sie lernten dabei viele freundliche Menschen kennen, neue Spiele und Beschäftigungen, die wir ihnen hier so nicht bieten können, und kehrten mit sehr vielen Eindrücken und hohem Erzählbedarf zurück. Es war das erste Mal, dass sie nicht geschlossen alle dasselbe erlebten: diesmal waren sie einzeln oder in kleinen Gruppen an verschiedenen Aktionen beteiligt. Wiederholte Tagesausflüge, längere Freizeiten, die beliebte Schwarzmeeresküste, Sportwettkämpfe, zwei Stadtmärsche und noch manch anderes dazu. Inzwischen konnten wir mit unseren Handwerkern zwei der Wohnhäuser gründlich renovieren und zum Teil auch mit neuen Möbeln ausstatten.

 

Zur Ermöglichung all dieser schönen Aktionen hat Eure Spende ganz wesentlich beigetragen; empfangt unseren herzliche Dank dafür.Wir sind nach wie vor leider völlig angewiesen auf Spenden und werden es auch noch lange bleiben, weil bei uns die wirtschaftliche Lage sehr unsicher ist und zudem auch das Verantwortungsgefühl für Behinderte und Bedürftige ganz allgemein abnimmt. Die grenzübergreifende Nächstenliebe, die wir von kirchlicher Seite erfahren, ist in den Gesprächen und Verhandlungen, die wir hier mit Regierungsbeamten und Unternehmern führen, immer ein überzeugendes Argument, und ich hoffe, dass es auch mal Vorbildfunktion haben wird. Also nochmals: recht herzlichen Dank für Eure Anteilnahme und Weitherzigkeit: Möge unser himmlischer Vater es reichlich vergelten.

 

Jetzt sind wir dabei, unsere Weihnachtsfeier vorzubereiten: Gedichte zum Auswendiglernen werden verteilt, Lieder einstudiert und die Instrumentalbegleitung wird abgesprochen (wir haben ein paar musikalisch sehr begabte Jugendliche im Heim). Am Donnerstag, dem 22. Dezember, wird die Feier in der evangelischen Kirche stattfinden und am Heiligen Abend werden einige unserer Jugendlichen als Kurrendesänger (rumänisch ›colindători‹) in der Stadt unterwegs sein und in den Häuseren ihrer Betreuer Weihnachtslieder singen. DafĂĽr erhalten sie dann Kuchen und Kleingeld.

 

Mit herzlichen GrĂĽĂźen
wĂĽnscht ein frohes Christfest und ein gesegnetes Neues Jahr
Euer Pfr. Gerhard Wagner«