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Aktuelle Meldung



07.04.2009 - Kategorie: Chile

CHILE: Wechsel im Präsidentenamt der Fundación Luterana




Im März 2009 übergab der in den Ruhestand getretene Präsident der Fundación Luterana Joachin Barentin sein Amt an Rechtsanwalt Marko Jürgensen, langjähriges Vorstandsmitglied der Fundación.

Im Zusammenhang mit diesem Wechsel in der Fundación Luterana, einem Mitgliedsverein unseres Martin-Luther-Bundes, hat uns in Erlangen am 7. April 2009 ein interessanter Arbeitsbericht erreicht, der nachfolgend dokumentiert wird. Wir – die Gemeinschaft des gesamten Martin-Luther-Bundes in Deutschland und vielen anderen Ländern – schließen uns dem Dank an den früheren Präsidenten, Joachin Barentin, an und wünschen dem neuen Präsidenten, Marko Jürgensen, für seine Arbeit an der Spitze der Fundación Luterana Gottes Segen. Es ist eine großartige Erfahrung, so intensiv mit Schwestern und Brüdern weit entfernt auf der Südhalbkugel unserer Erde verbunden zu sein!



»Im März 2009 ist Joachin Barentin, der zweite Präsident in der Geschichte der Fundación Luterana, in den Ruhestand getreten. Er hatte im Jahre 2001 das Amt von Dr. Julio Lajtonyi übernommen und hat während der letzten sieben Jahre die Fundación geleitet. Zu seinem Nachfolger wurde Rechtsanwalt Marko Jürgensen – langjähriges Vorstandsmitglied der Fundación Luterana – gewählt.

 

Herr Barentin übernahm die Fundación Luterana zu einem Zeitpunkt, als die Gründung der Albert-Schweitzer-Schule stattfand, an der er maßgeblich beteiligt war. Da die Albert-Schweitzer-Stiftung noch nicht rechtskräftig war, wurde zeitweise die Fundación Luterana Trägerin der Schule und Joachin Barentin der rechtliche Vertreter der Schule. Er hat dieses umfangreiche Amt – neben der Tätigkeit für die Fundación Luterana – vom April 2003 bis zum Dezember 2008 – pflichtbewusst ausgeübt.

 

Unter seiner Leitung hat die Fundación Luterana in der Sozialarbeit eine neue Richtung eingeschlagen: Die Ausbildungsstätte ›Talleres Quilpué‹ wurde 2005 nach 17 Jahren intensiver Tätigkeit, während der mehr als 2000 Personen eine technische Ausbildung erhielten, geschlossen. An ihrer Stelle besteht heute die ›TEC Fundación Luterana‹, eine ›Organisación Técnica de Capacitación‹ (OTEC), deren Programme auf Erwachsene ausgerichtet sind. Sie arbeitet mit den Sozialabteilungen von Quilpué und Villa Alemana zusammen, um Arbeitslose umzuschulen und Jugendlichen eine praktische Ausbildung zu verschaffen. Im vergangenen Jahr organisierte und leitete die OTEC ein staatlich finanziertes umfangreiches Sozialprojekt, das 62 Familien zugute kam, die in den Randgebieten von Viña del Mar und Concon in extremer Armut leben. Das Projekt wurde aus dem staatlichen Fonds für Solidarität und Sozialinvestition (FOSIS) finanziert.

 

Im Moment arbeitet die OTEC an einem weltweiten, aus Brasilien stammenden Projekt mit, das vom Martin-Luther-Bund finanziert wurde: ›Demokratisierung der Informatik‹. Der Zugang zu und die Ausbildung an Computern soll den ärmsten Schichten der Bevölkerung zugänglich gemacht werden, und durch spezielle Computerprogramme sollen sie zur Weiterbildung und zur Selbsthilfe angeregt werden.

 

Das Pflegen von freundschaftlichen Beziehungen und guten Kontakten zum Martin-Luther-Bund in Erlangen und zu einigen seiner Mitgliedsverbände waren wichtige Aufgaben des Präsidenten und des Direktoriums in diesen Jahren. Auf Einladung der Fundación Luterana besuchte im Jahre 2005 eine Delegation des Martin-Luther-Bundes Chile. Der Generalsekretär, der Schatzmeister und die Kassenführerin des Hamburger Vereins verbrachten eine Woche in Chile, um sich über die Situation der beiden lutherischen Kirchen zu informieren und die Arbeit der Fundación Luterana sowie die Albert-Schweitzer-Schule kennen zu lernen. Die Bedeutung dieses Besuches für die Fundación Luterana war groß: die Eindrücke der Besucher von unserer Arbeit und neue Vorschläge und Ideen sowie konkrete Hilfe für die Schule waren unermesslich wertvoll und eine Quelle neuer Energie.

 

Zum Schluss möchten wir, seine Mitarbeiter und Mitglieder des Direktoriums, uns bei Joachin Barentin bedanken: für sieben ereignisreiche Jahre, für sein Interesse und seine Ermutigung für seine konstruktive Kritik und für seine geduldige und ausgleichende Leitung.

 

Wir wünschen ihm einen gesegneten Ruhestand.

 

Helga Koch de Escobar,

Directora Depto. Desarrollo Social

Fundación Luterana de Chile«