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Aktuelle Meldung



10.12.2008 - Kategorie: Aktuelles (Startseite), Brasilien

BRASILIEN: Überschwemmungskatastrophe in Südbrasilien




Der Süden Brasiliens leidet unter der größten Umweltkatastrophe in der Landesgeschichte. Auch viele Gemeinden der bayerischen Partnerkirche, der Evangelischen Kirche Lutherischen Bekenntnisses (IECLB), sind betroffen. Mission EineWelt und der Martin-Luther-Verein Bayern rufen deswegen zu Spenden für die Opfer auf.



Viele Gemeindemitglieder der lutherischen Partnerkirche haben durch die Umweltkatastrophe ihr Hab und Gut verloren. – Foto: Mission EineWelt

Die von deutschen Einwohnern gegründete Stadt Blumenau steht unter Wasser. – Foto: Mission EineWelt

Tsunami aus Schlamm

 

Hilfe für brasilianische Partnerkirche - Mission EineWelt und Martin-Luther-Verein bitten um Spenden

 

Durch Erdrutsche zerstörte Straßen, überflutete Städte: Nach wochenlangen Regenfällen bietet Santa Catarina ein Bild der Verwüstung. Die riesigen Schlammmassen haben alles unter sich begraben, was ihnen in den Weg kam: Bäume, Häuser, Menschen. Die schwersten Überschwemmungen seit 25 Jahren im Süden Brasiliens haben fast 100 Todesopfer gefordert.

 

Auch viele Gemeinden der bayerischen Partnerkirche, der Evangelischen Kirche Lutherischen Bekenntnisses in Brasilien (IECLB), sind betroffen. Die Regionalbischöfin von Vale do Itaja, Mariane Beyer Ehrat, berichtet, dass praktisch der ganze Kirchenkreis unter Wasser stehe. Besonders schlimm ist es in Blumenau. Straßen sind zerstört oder überflutet, die Trinkwasser- und Stromversorgung sowie das Telefonnetz zusammengebrochen. Noch gebe es viele Vermisste, so dass die Behörden der von deutschen Einwanderern gegründeten Stadt das ganze Ausmaß der Katastrophe noch nicht feststellen können.

 

Aufgrund der schweren Katastrophe, die die Partnerkirche getroffen hat, stellt die bayerische Landeskirche eine Soforthilfe zur Verfügung. Wir sind dankbar für alle Gebete und Hilfe, die uns erreicht, versichert die brasilianische Regionalbischöfin. Ihrer Einschätzung nach wird der Wiederaufbau von Blumenau mindestens ein Jahr dauern. Viele Familien werden ein ganzes Leben brauchen, so Beyer Ehrat.

 

Mehr als 54.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen und bei Freunden und Verwandten unterkommen. Andere suchen in den staatlichen Notunterkünften oder kirchlichen Gemeindezentren Schutz. Es fehlt an Lebensmitteln, Trinkwasser, Matratzen und Medikamenten. Insgesamt sollen 1,5 Millionen Menschen von den Wassermassen und Erdrutschen betroffen sein. Mehrere Gemeinden sind von der Außenwelt abgeschnitten, Verkehrswege unpassierbar. Santa Catarina wurde zum Notstandsgebiet erklärt. Brasiliens Präsident Lula da Silva spricht von der größten Umweltkatastrophe in der Landesgeschichte.

 

Die meisten der Todesopfer kamen bei Erdrutschen ums Leben. Rettungskräfte evakuieren mit Booten und Hubschraubern Menschen aus ihren überfluteten Häusern. Ein Überlebender aus der Ortschaft Ilhota am Fluss Itaja berichtet: Es war ein Tsunami aus Lehm, Schlamm und Bäumen.

 

Im Namen der Menschen in Santa Catarina und der lutherischen Partnerkirche bitten Mission EineWelt und der Martin-Luther-Verein in Bayern um Spenden und rufen zur Fürbitte für die Opfer auf.

 

Spenden mit dem Stichwort »Überschwemmungen Santa Catarina« bitte an:

 

Mission EineWelt

Konto: 10 111 11

Ev. Kreditgenossenschaft Kassel

BLZ 520 604 10

 

Martin-Luther-Verein in Bayern

Konto: 3 118 100

Ev. Kreditgenossenschaft Kassel

BLZ 520 604 10