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Aktuelle Meldung



27.02.2018 - Kategorie: Diasporagabe, Polen

Diasporagabe 2018: Streitkultur in der Kirche – Mediation in der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen




Im Herbst 2017 entschied die Bundesversammlung des Martin-Luther-Bundes, die Diasporagabe des Jahres 2018 der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen zu widmen. Kirchenweit sollen durch Kurse, Fortbildungen und die Einrichtung eines Beratungszentrums Konflikte geschlichtet oder vorbeugend verhindert werden können.



Auch Christen streiten: »Da erhob sich ein Murren â€¦â€œ (Apg 6,1) So beschreibt schon die Bibel einen Streit in der ersten Gemeinde. Christen können streiten, anders streiten. Auch davon berichtet die Bibel: »Sündigt aber dein Bruder an dir, so geh hin und â€¦Â« (Mt 18,15)

Die Evangelisch-Augsburgische Kirche in Polen bittet um Unterstützung, mit ­Kursen und Fortbildung genauer hinzuschauen bei den Streitigkeiten in Gemeinde und Kirche. Mediation soll zur Vorbeugung und Schlichtung eingeübt werden.

Vom Studenten der Theologie bis zum Bischof, von den Gemeinderäten bis zur Kirchenleitung sollen systematisch Schulungen und Kurse durchgeführt werden. Material und Handbücher werden entwickelt und herausgegeben. Bis in die evangelischen Schulen hinein soll das Programm reichen.

»Wir hoffen, dass sich die Veränderungen vor allem im Innern unserer Gläubigen ereignen werden. Es ist ein langfristiger Plan, der auf Effekte in der Zukunft abzielt. Wir hoffen, dass eine neue Generation von Geistlichen, die über diese Fähigkeiten verfügt und sich gleichzeitig ihrer Wirksamkeit bewusst ist, sie im rechten Augenblick und gerne nutzen wird,« so schreibt Bischof Jerzy Samiec.

Die Kirche selbst richtet eine Beratungsstelle ein und finanziert sie auch. Die Einführung wird sich über drei Jahre erstrecken. Unterstützung erbitten die polnischen Lutheraner für die Kurse, ­Schulungen und Tagungen und für die Herausgabe der Handbücher und Materialien der Einführungsphase. Insgesamt 35.000 EUR werden für dieses Projekt erbeten.

»Liebe Schwestern und Brüder in Christus, ich wende mich an Euch mit der Bitte um Unterstützung des Projekts ›Mediation als alternative Methode zur Lösung von Konflikten in der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen‹. Wir haben begriffen, dass die Entwicklung von persönlichen Kompetenzen und Mediationstechniken, die dabei helfen können, mit Konfliktsituationen zurecht zu kommen, ein Weg ist, der es wert ist beschritten zu werden – auch wenn es ein schwieriger Weg ist. Denn wir leben in einer postkommunistischen Gesellschaft, in der noch sehr stark die alten Methoden der Problembearbeitung verankert sind, welche sich auf Repression und Gewalt stützen. … Ich habe die Hoffnung, dass das Projekt nicht nur in unserer Kirche gute Frucht bringen wird, sondern auch in der Umwelt, in der unsere Gemeinden leben.«
Bischof Jerzy Samiec


Herzlich bitten wir um Ihre Spende bei Ihrem regionalen » Martin-Luther-Verein oder direkt bei der Zentralstelle des Martin-Luther-Bundes in Erlangen.

 

Geben Sie dabei bitte in jedem Fall als Zweck »Diasporagabe« an. Überweisungen an die Zentralstelle bitte an:
IBAN: DE60 7635 0000 0000 0123 04, BIC/SWIFT: BYLA DE M1ERH.

 

Ein Faltblatt zu diesem Projekt können Sie » hier (219 kB) herunterladen oder » per Mail in der Zentralstelle des Martin-Luther-Bundes anfordern.

 

Weitere Informationen zur Diasporagabe 2018 und zur lutherischen Kirche in Polen finden Sie im »Lutherischen Dienst« 2/2018, der im Mai 2018 erscheinen wird.